Jugend für die Kleintierzucht gewinnen

28.08.2018

Im Stockheimer Ortsteil Neukenroth sind auch heute noch uralte bäuerliche Strukturen erkennbar. Verständlich deshalb, dass nach wie vor die Kleintierzucht in dieser Ortsgemeinschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. Bereits seit 1960 existiert ein Kleintierzuchtverein, der immer wieder durch attraktive Schauen Jung und Alt begeisterte. Aktuell bemühen sich die Vorstandsmitglieder – insbesondere Matthias Sprenger -  um einen Neustart. Unterstützung finden die Neukenrother Züchter auch durch den Nachbarverein aus Reitsch. Die fünfzig Mitglieder unter der Leitung von Matthias Sprenger wollen vor allem verstärkt die Jugend für die Ideale der Kleintierzucht gewinnen.

Die Stockheimer Kinderferienwoche – von der Gemeinde und von den Vereinen organisiert - bot dazu eine ideale Möglichkeit, den Buben und Mädchen die Vielfalt kleintierzüchterischer Aktivitäten zu vermitteln. Und was die etwa siebzig Kinder auf dem bäuerlichen Anwesen Rosenau 17 in Neukenroth zu sehen bekamen, fand einen Riesenanklang. Vom Tierparadies waren sie rundum begeistert. An die zweihundert Tiere – von Kaninchen bis zu Schafen – führten Matthias Sprenger, Edmund Sprenger, Andreas Fleischmann und Herbert Müller spielerisch dem Nachwuchs vor. Viele Streicheleinheiten gab es für die Kaninchen „Blaue Wiener“, „Rote Neuseeländer“ und „Kleinsilber gelb“. Schnell freundeten sich die Kids beim Geflügel, unter anderem mit  den recht zahmen Hühnern - „Zwergwyandotten silber-schwarz gesäumt“ sowie den Legehennen an. Lustig anzusehen waren auch die watschelnden Laufenten, die gerne Schnecken verspeisen. Allerdings sind sie aufgrund der mittlerweile dreizehnwöchigen Trockenheit  auf dem rund 3 000 Quadratmeter großen Areal arbeitslos geworden. Freundschaft schloss man auch mit den drei „Coburger Fuchsschafen“. Wie zweiter Vorsitzender Edmund Sprenger dazu erklärte, sei dies eine aussterbende Rasse. „Wir wollen sie unbedingt erhalten“, versicherte Sprenger. Tatkräftig unterstützt wird sein Sohn Matthias bei den Pflegeaktivitäten von dem 25jährigen Andreas Fleischmann.

Bei der Exkursion durch die abwechslungsreiche Welt der Kleintierzucht lebten die Buben und Mädchen förmlich auf. Der Besuch auf dem bäuerlichen Anwesen war für sie eine regelrechte Horizonterweiterung, denn diese tierische Vielfalt haben sie bisher noch nie zu Gesicht bekommen. Als Belohnung erhielt jedes Kind von Edmund Sprenger ein Wachtelei.  Vom außerplanmäßigen Besuch profitiert auch die Vereinsspitze mit Matthias und Edmund Sprenger, Herbert Müller, Franz-Josef Stumpf, Heinrich Fößel und Johann Kohles, denn dieser erfolgreiche Besuch, so der Vorsitzende, gleiche einem Motivationsschub. Vor allem sei die schöpferische Vielfalt der unterschiedlichsten Tiere beim Nachwuchs hervorragend angekommen. 

 

Das „Coburger Fuchsschaf“ ist schon längst eine Rarität geworden.

 

Zweiter Vorsitzender Edmund Sprenger verteilt Wachteleier. Links daneben Schriftführer Herbert Müller.

Text und Bilder: Gerd Fleischmann

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