Jahreshauptversammlung der FFW Reitsch

Meldung vom 05.02.2019

Zur alljährlichen Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Berthold Schmidt neben einigen Ehrengästen auch wieder viele aktive und passive Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reitsch begrüßen. Nach einer kurzen Stille, mit der den verstorbenen Kameraden des vergangenen Jahres gedacht wurde, ging er aus Vereinssicht auf das vergangene Jahr ein und berichtete von einigen Veranstaltungen, die örtlich und überörtlich besucht bzw. abgehalten wurden. Auch im bevorstehenden Jahr wird es einige Veranstaltungen geben, an denen man teilnehmen möchte.

Er bedankte sich am Ende seines Berichtes bei allen Unterstützern und allen, die das gesamte Jahr dazu beitragen, dass der Verein lebendig am Ortsgeschehen mitwirken kann.

Kommandant Matthias Kaim ging zu Beginn seines Berichts der aktiven Mannschaft auf die verschiedenen überörtlich besuchten Veranstaltungen und Sitzungen ein. Aber auch auf Gemeinde- und Ortsteilebene konnte er von einigen Terminen berichten, die stattfanden. Als Highlight auf Gemeindeebene nannte er die Waldbrandausbildungsveranstaltungen, die äußerst interessant waren und von denen auch die zukünftige Ausrichtung von Ausbildungsstand und neuen Einsatzmitteln abgeleitet werden konnte. Hieraus ergaben sich einige Ausrüstungsgegenstände zur Waldbrandbekämpfung, die nun mittlerweile mit dem neuen Fahrzeug beschafft und untergebracht werden konnten. Er berichtete von den abgehaltenen Dienstgradsitzungen, von den besuchten kirchlichen Veranstaltungen und den besuchten Feuerwehrfesten. Im Jahr 2018 konnten 15 Übungen abgehalten werden und es gab 4 Einsätze der aktiven Mannschaft, unter anderem eine Tierrettungsaktion.

Etwas umfangreicher berichtete Matthias Kaim von der Beschaffung des neuen Fahrzeuges, für die einige Sitzungen und Fahrten zum Lieferanten nötig waren. Hier dankte er seinen Mitstreitern und in besonderer Weise dem Kameraden Daniel Wachter von der Stützpunktfeuerwehr in Stockheim, der durch sein hervorragendes Wissen und Wirken erheblichen Anteil am erfolgreichen Abschluss des Projektes hatte. Matthias Kaim zeigte sich auch noch beeindruckt von der großen Anteilnahme der Reitscher Bevölkerung beim Empfang des neuen Fahrzeuges.

Ein zweiter Punkt, den er hervorhob, war die Neugestaltung des Feuerwehrhauses, dass nun innen nach seiner Ansicht nicht mehr wiederzuerkennen sei. Hier wurde in ungefähr 120 Arbeitseinsätzen mit 1200 Arbeitsstunden das Feuerwehrhaus vom Dach bis zum Keller grundauf saniert und renoviert. Hier bedankte er sich neben allen Helfern auch in besondere Weise beim Kameraden Werner Förtsch, der hier federführend tätig war und sehr viele Arbeitsstunden geleistet hat. Der Kommandant ging auf die anstehenden Übungen ein, die heuer aufgrund des neuen Fahrzeuges etwas intensiver ausfallen werden, denn was bringt neues Material, wenn niemand damit umzugehen weiß. Auch die Fahrzeugweihe steht an, wobei hier der genaue Termin noch offiziell bekannt gegeben wird. Auch er bedankte sich am Ende seines Berichtes bei allen, die ihm im laufenden Jahr ihre Unterstützung entgegengebracht haben. In seiner Funktion als Jugendwart ging er anschließend auf viele besuchte Wettbewerbe und Wettkämpfe, wie z.B. den Kreisleistungsmarsch, der Deutschen Jugendleistungsspange und der Bayrischen Jugendleistungsprüfung ein und bedankte sich bei den Jugendlichen für Ihren Einsatz.

Melanie Müller berichtete als Betreuerin der Kinderfeuerwehr „Reitscher Löschbande“ über den Jahresverlauf im Jahr 2018. Sie berichtete von Übungen zu verschiedensten Themen, von der Teilnahme am Kinderfeuerwehrtag in Rothenkirchen, von Ausflügen, Kinderfasching und Zeltlager.

Auch der Martinsumzug konnte in 2018 wieder sehr erfolgreich von der Kinderfeuerwehr gestaltet werden. Im Dezember wurden die Kids bei Ihrer Jahresabschlussfeier noch vom Nikolaus besucht und beschenkt.

Sie bedankte sich bei Ihren Unterstützern und bei den Spendern, die unterjährig durch Sach- und Geldspenden die Arbeit der Kinderfeuerwehr honorierten.

Eva Büttner berichtete den Kassenverlauf des vergangenen Jahres und nach dem positiven Bericht des Kassenprüfers Bruno Hoderlein konnte ihr die einstimmige Entlastung ausgesprochen werden.

In Ihren Grußworten gingen Bürgermeister Rainer Detsch und Kreisbrandmeister Klaus Dressel auf die vorgestellten Berichte ein. Bürgermeister Detsch nannte die beiden Jahre 2018 und 2019 wegweisend für die Feuerwehr Reitsch. Durch die Neuanschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges ergeben sich neue Ansatzpunkte für die Arbeit und Attraktivität der Ortsteilwehr. Die Erweiterung des Geländes durch den Erwerb und den Abriss des Nachbarhauses neben dem Feuerwehrgerätehaus schafft nun den notwendigen Platz für den geplanten Fahrzeughallen-Neubau, dessen Detail-Planungen in den kommenden Wochen beginnen sollen und der im Spätherbst stehen soll. Er lobte die hervorragende Arbeit der örtliche  Wehr und auch die hervorragende Umsetzung der Renovierungsarbeiten im Feuerwehrhaus. Er ist ein Befürworter der aktuell vorhandenen Struktur mit den vorhandenen Ortsteilwehren und ist ein Gegner von Zentralisierungsgedanken in diesem Bezug. Er stellte fest, dass man sich, wie schon in vergangenen Zeiten auch zukünftig stets aufgrund wachsender Herausforderungen und anderen Gegebenheiten in Beszug auf Technik und Taktik im Feuerwehrwesen anpassen muss, um hier weiterhin gut aufgestellt zu sein. Er ist stolz auf den Feuerwehrnachwuchs in Kinder- und Jungendfeuerwehr und appellierte auch die Anwesenden dazu, auch darauf stolz sein zu können. Er zeigte sich erfreut darüber, dass in Reitsch auch einige Feuerwehrfrauen ihren Dienst verrichten.

Kreisbrandmeister Klaus Dressel stellte in seinem Grußwort fest, dass die Einsätze gar nicht spektakulär sein müssen. Es geht darum, dass im Notfall auch jemand da ist, der helfen kann. Er stellte die provokative Frage, wer denn die Einsätze abarbeiten sollte, wenn es die Feuerwehren  nicht gäbe. Als aktive und passive Feuerwehrmitglieder kann man Stolz auf den Dienst sein. Dieser stellt für die gesamte Bevölkerung eine Steigerung der Lebensqualität dar, die oft in Vergessenheit gerät. Er warb auch noch für die auf Landkreisebene angebotenen Lehrgangsmöglichkeiten und bat darum, diese auch umfangreich wahrzunehmen. Dressel informierte am Ende seiner Ausführungen noch grob über ein paar kommende Neuerungen im Digitalfunkbereich und dankte, wie seine Vorredner allen für Ihr Mittun. Er wünschte allen ein unfallfreies Schaffen und immer wieder unfallfreie Rückkehr zu Ihren Familien.

Vorsitzender Berthold Schmidt konnte der Versammlung freudig mitteilen dass er durch einen Beschluss der Vorstandschaft ein neues Ehrenmitglied ernennen kann. Der langjährige Gruppenführer und langjährige Kassier der Wehr, Martin Schmidt wurde von ihm anschließend zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist 1975 in die Wehr eingetreten und war 12 Jahre als Gruppenführer und 24 Jahre als Kassier für die Freiwillige Feuerwehr Reitsch tätig. 

 

Martin Schmidt (Mitte) wurde zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reitsch ernannt. Mit im Bild (v.l.n.r): KBM Klaus Dressel, Bürgermeister Rainer Detsch, Vorsitzender Berthold Schmidt und Kommandant Matthias Kaim.

Text und Bild: Markus Ziereis

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