Vorstandswechsel beim Kapellenbauverein Burggrub

06.11.2018

26 Jahre führte Willi Bischoff mit großem Engagement den Verein / Grenz- und Friedenskapelle ein Symbol für Frieden, Hoffnung und Glauben 

Der Bau einer Grenz- und Friedenskapelle an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen Burggrub und dem thüringischen Neuhaus-Schierschnitz war eine beispielhafte Privatinitiative, die deutschlandweit Aufsehen erregte. 26 Jahre führte mit großem Engagement Willi Bischoff den 47 Mitglieder starken Kapellenbauverein Burggrub, im Jahre 1990 – wenige Monate nach der spektakulären Grenzöffnung von einigen Idealisten ins Leben gerufen. Gründungsvorsitzender war Hubert Knauer. Bei der Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Höring übernahm Angelika Rosenbauer nun die Verantwortung. Dafür gab es viel Applaus für die 49-jährige Burggrüberin. „Dieses bedeutsame historische Erbe werde ich mit aller Kraft fortführen“, so die Vorsitzende.

In seiner Rückschau erinnerte Willi Bischoff an den baulichen Kraftakt. Seit der Weihe vor 26 Jahren haben Männer und Frauen viel Freizeit in die Pflege, Betreuung und schließlich auch in Renovierungsmaßnahmen investiert. Bis zum heutigen Tag habe das Bauwerk nichts von seiner Faszination verloren. Tendenz steigend. In diesem Jahr habe er fünf Besuchergruppen, darunter drei Schulklassen, über die Entstehung informiert. Dazu habe Friedrich Bürger aus Mitwitz kostenlos einen Flyer erstellt. Weiter erinnerte er an den Kirchweihfestgottesdienst unter musikalischer Beteiligung des Posaunenchores, an der Spitze Siegfried Hauck. Ein weiterer Dank galt Pfarrer Michael Foltin für die Gottesdienstfeier.

Nachdem Schriftführer Friedrich Beetz die letzten Protokolle vorgetragen hatte, beleuchtete der Finanzvorstand Uwe Günther den Kassenbestand. Die Revisoren Hubert Knauer und Reinhard Kalb bestätigten eine mustergültige Buchhaltung.

Pfarrer Michael Foltin erinnerte an die friedliche Revolution im Jahre 1989. Allerdings sei die Welt nicht besser und humaner geworden. Deshalb sei es wichtig, dass es solche Orte wie die Grenz- und Friedenskapelle gebe, die ein Zeichen setzen für ein friedliches Miteinander. Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth dankte dem Kapellenbauverein für seine beispielhafte Initiative. „Die Gemeinde Stockheim ist stolz auf diese Idealisten“, versicherte Weißerth. Einen besonderen Dank richtete er an Willi Bischoff – Inhaber der kommunalen Verdienstmedaille – für seine beachtlichen Aktivitäten in den vergangenen 26 Jahren. Der neuen Vorsitzenden Angelika Rosenbauer wünschte er eine erfolgreiche Fortsetzung.

Die Neuwahlen hatten unter der Leitung von Siegfried Weißerth und Michael Foltin folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzende Angelika Rosenbauer, zweiter Vorsitzender Willi Bischoff, Finanzvorstand Uwe Günther, Schriftführer Friedrich Beetz. In den Ausschuss kamen Reinhard Kießling, Kurt Wöhner und Timo Fleischmann, Revisoren wurden Hubert Knauer und Reinhard Kalb.

 

Angelika Rosenbauer (Zweite von rechts) übernahm die Leitung des Kapellenbauvereins Burggrub. Mit im Bild (von links) Pfarrer Michael Foltin, 2. Bürgermeister Siegfried Weißerth sowie Willi Bischoff, der 26 Jahre den Verein geleitet hat.

Text und Foto: Gerd Fleischmann      

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