Meldung vom 04.01.2018 08:47:12
Einfühlsam und temperamentvoll: Viel Beifall beim 44. Weihnachtskonzert / Blasmusik von höchster Güte

Mit einem gelungenen und abwechslungsreichen Programm verwöhnte die Bergmannskapelle Stockheim beim traditionellen Weihnachtskonzert erneut ihre „treuen Fans“. Schließlich fand dieses kulturelle Highlight bereits zum 44. Male statt.  Und dies ist ein stolzer Rekord auf Landkreisebene, der eindeutig auf Kontinuität hinweist, so die Meinung von Kreisvorsitzendem Wolfgang Müller, seinem Stellvertreter Alexander Klug, Kreisdirigentem Roman Steiger und Bürgermeister Rainer Detsch. Die „Knappen“ überzeugten erneut mit höchster Qualität und spannten einen zauberhaften musikalischen Bogen von Märschen bis hin zur Filmmusik. Das Motto lautete „Vom Broadway bis zum Ende der Welt.“

Das Publikum weiß die Klasse dieser Kapelle zu schätzen. Die Schulturnhalle war daher mit 400 Gästen aus nah und fern hervorragend gefüllt. Zudem konnten die Besucher offensichtlich gar nicht genug bekommen von der Spezialität der Bergmannskapelle, nämlich hochwertiger konzertanter Blasmusik. Erst nach drei Zugaben ließen die Zuhörer die Musiker und ihren Dirigenten von der Bühne der festlich geschmückten Schulturnhalle. 

Auch heuer hatte es der Klangkörper unter der umsichtigen Leitung von Dirigent Michael Botlik verstanden, die hohen Erwartungen zu erfüllen und den zahlreichen Gästen neue musikalische Dimensionen zu erschließen.

Und keiner musste  den Besuch bereuen. Gut ein viertel Jahr harter Probenarbeit steckte in dem Programm des Weihnachtskonzerts, das der 47-köpfige Klangkörper seinem treuen Publikum präsentierte. Man hatte dabei keine Mühen gescheut und sich auch an relativ schwierige Stücke gewagt. Einen erstmaligen Auftritt beim Weihnachtskonzert wagte Annika Fischer-Weiß mit ihrer Klarinette. 

Mit Bravour bewältigten die Musiker unter der sicheren Stabführung von Michael Boltik die an sie gestellten Aufgaben, sodass das eineinhalbstündige Programm – wie immer in bewährt charmanter Art von Sandra Lauterbach-Renk vorgestellt – zu einem musikalischen Hochgenuss wurde. Schließlich gab es dann noch einen Sonderbeifall für die 42-jährige „Sandra“, denn seit 25 Jahren  führt sie sachkundig durch das Programm.  Insbesondere überzeugten auch die Solisten mit feinen Leistungen.

Vielversprechend begann der Abend mit dem beliebten Weihnachtsliederzyklus „Die Winterrose“ von Kurt Gäble. Diese hervorragend abgestimmte musikalische Interpretation für die weihnachtliche Zeit erfreute ganz besonders. Vor allem wird damit das Wunder der Heiligen Nacht symbolisch beschrieben.

Einen starken Kontrast dazu boten Auszüge aus dem berühmten Musical „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber. Damit bahnte sich bereits zum Auftakt ein phänomenaler Höhepunkt an. Lieblich erklang anschließend das Konzertwerk „Schloss Orth“ von Fritz Neuböck. Mit der „Heublumenpolka“ wurde Volkstümliches aus Österreich geboten.

Nach der Pause startete der Klangkörper furios mit „At World´s End“, eine symphonische Suite aus dem Film Pirates of the Caribean“ im Arrangement von Erik Rozendom. Es folgte „Beauty and the Beast“, besser bekannt als „Die Schöne und das Biest“ aus dem Disney-Musical. Mit „Just a Closer Walk with thee“ ertönte ein berühmtes Gospel-Spiritual aus New Orlans. Titelmelodien aus bekannten James Bond-Filmen erinnerten an großartige Filmbeiträge mit Welterfolgen. Auch in diesem Fall bewies der Klangkörper seine große Klasse.Der Maxglaner Zigeunermarsch „Reloaded“  im Arrangement von Christof Zellhofer führte wieder zurück in eine beschauliche Welt ohne Schurken.

Mit den Zugaben „Glückauf-Marsch“, der Stockheimer Nationalhymne, sowie der böhmischen Polka „Daheim in Böhmen“ von Freek Mestrini endete wieder ein großartiger Abend, der restlos begeisterte. Mit minutenlangen Ovationen dankte das Publikum der Bergmannskapelle. Bürgermeister Rainer Detsch oblag es, den Musikanten mit Dirigentem Botlik und Vorsitzenden Thomas Neubauer für die großartige Leistung zu danken, die weit über die Grenzen der Gemeinde Stockheim hinaus strahle.  Schließlich habe der Klangkörper auch nach 44 Weihnachtskonzerten keine Ermüdungserscheinungen gezeigt. „Ihr habt uns ein großartiges Weihnachtsgeschenk präsentiert“, so das Gemeindeoberhaupt anerkennend. 

 Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzert

Die Bergmannskapelle Stockheim bot anlässlich ihres Weihnachtskonzerts unter der Stabführung von Michael Botlik konzertante Blasmusik vom Feinsten. Die Leistungen des Klangkörpers wurde mit viel Beifall honoriert.

Weihnachtskonzert

Seit 25 Jahren führt Sandra Lauterbach-Renk charmant und kompetent durch das Programm des Stockheimer Weihnachtskonzerts. Dafür gab es für die Musikerin einen Riesenbeifall. Vorsitzender Thomas Neubauer überreichte als Dank Blumen.

Text und Fotos: Gerd Fleischmann



Bericht vom 27.12.2016:
Die Bergmannskapelle Stockheim ist immer für eine Überraschung gut. Auch heuer überzeugte der Klangkörper beim traditionellen Weihnachtskonzert in der Schulturnhalle mit einem hochkarätigen Programm, und dies bereits zum 43. Male. Damit haben die Knappen eine bemerkenswerte Kontinuität im Kreis Kronach bewiesen.

Das Publikum weiß die Klasse dieser Kapelle zu schätzen. Die Schulturnhalle war daher mit 400 Besuchern aus nah und fern hervorragend gefüllt. Zudem konnten die Musikfreunde offensichtlich gar nicht genug bekommen von der Spezialität der Bergmannskapelle, nämlich hochwertiger konzertanter Blasmusik. Erst nach zwei Zugaben ließen die Zuhörer die 51 Musiker und ihren Dirigenten Michael Botlik von der Bühne der festlich geschmückten Schulturnhalle.

Was sich schon im vergangenen Jahr angedeutet hatte und eigentlich von kaum jemandem bezweifelt wurde, das trat auch in diesem Jahr sonnenklar zu Tage: Michael Botlik hat die Bergmannskapelle zu einem harmonisch agierenden Klangkörper geformt und es verstanden, ihr seine eigene Prägung zu geben. In vielen Proben ist es dem Mann mit dem Taktstock wieder gelungen, seine Musiker für das (mit hohem Aufwand verbundene) Konzert zu motivieren und sie zu Höchstleistungen anzuspornen.

Umgekehrt scheint es den Musikern keine Schwierigkeiten zu bereiten, den hohen Ansprüchen des Dirigenten gerecht zu werden. Den 51 Akteuren auf der Bühne war es deutlich anzumerken, dass ihnen musikalische Herausforderungen Freude bereiten und sie dadurch zu Hochform auflaufen.

Ohne Zweifel: Diese gelungene Mischung aus Gesamt- und Einzelleistungen garantierte einen Hochgenuss an erfrischend gespielter, konzertanter Blasmusik.

Dafür sorgte auch die Programmgestaltung, die Sandra Lauterbach-Renk ausführlich erläuterte. Das diesjährige Motto des Konzerts lautete „Let me Entertain you“. Und vielversprechend begann der Abend mit dem beliebten Weihnachtsliederzyklus „Die Winterrose“ von Kurt Gäble. Diese ganz hervorragend abgestimmte musikalische Interpretation für die weihnachtliche Zeit erfreute ganz besonders. Vor allem wird damit das Wunder der heiligen Nacht symbolisch beschrieben. Als eine musikalische Ergänzung dazu erwiesen sich der österreichische Militärmarsch „Regimentskinder“ von Julius Fucik sowie die erfolgreiche Komposition „Oregon“ von Jacob de Haan.

Einer der Höhepunkte im ersten Teil war zweifelsohne die aufwühlende Filmmusik zum Actionthriller „The Rock“, der mit Sean Connery ein Welterfolg wurde.

Nach der Pause erfreute die Kapelle mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ von Kurt Gäble, einem Feuerwerk der Blasmusik. Es folgte die geheimnisvolle und tiefschürfende Filmmusik „The Dark Knight“ von Hans Zimmer und James Newton Howard. Die Musik bezieht sich auf den Kampf zwischen dem legendären Batman und seinem Widersacher Bane.

Besonders gefielen die südamerikanischen Rhythmen mit „Os Passaros do Brasil“, einer Suite in drei Sätzen von Kees Vlak. Als ein weiterer akustischer Höhepunkt erwies sich die Swingpolka für zwei Trompeten mit dem Titel „Zwei Mexikaner in Böhmen“ von Mark Sven Heidt. Als Solisten brillierten Albrecht Renk, Thomas Neubauer, Frank Fischer und Oliver Jungkunz. Es folgten die Filmmusik „Children of Sanchez von Chuck Mangione sowie „Let me Entertain you“, einer interessanten musikalischen Variation von Robbie Williams und Guy Chambers. Der englische Entertainer Williams hat mittlerweile weltweit 77 Millionen Tonträger verkauft. Schließlich wurde das Potpourri des berühmten Sängers in der Stockheimer Schulturnhalle begeistert gefeiert. Im Finale durften sich die Musikfreunde – sie dankten mit minutenlangen Ovationen - vor allem über die Stockheimer Nationalhymne, den „Glückauf-Marsch“, freuen. Der stellvertretende Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, Werner Pörner (Ahorn) brachte es auf den Punkt: Bundesjugendreferent Michael Botlik und seine Stockheimer Schützlinge haben Großartiges geleistet. Das Konzert war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.

Am Rande ist festzuhalten, dass es der Bergmannskapelle um den Fortbestand nicht bange sein muss. Auch in diesem Jahr vermeldeten die Verantwortlichen stolz, dass Paul Kutt (Trompete), Rita Stendel (Klarinette) und Hanna Schlick (Klarinette) zum ersten Mal am Weihnachtskonzert teilnahmen. Und dies darf sicherlich als Zeichen für eine dynamische Entwicklung des Klangkörpers gewertet werden.

Bürgermeister Rainer Detsch oblag es, der Kapelle mit ihrem Dirigenten Michael Botlik und dem Vorsitzenden Thomas Neubauer für die großartige Leistung zu danken. „Dies war für alle wieder ein bezaubernder Abend“, schwärmte das Gemeindeoberhaupt.

Weihnachtskonzert Bergmannskapelle
Spielfreude und Einsatzbereitschaft zeichneten die Bergmannskapelle Stockheim bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert unter der Stabführung von Michael Botlik aus. 51 Musikanten begeisterten im Bergmannskleid in der Schulturnhalle jung und alt.

Text und Bild: Gerd Fleischmann