Meldung vom 26.05.2017
KAB Neukenroth: Wallfahrt nach Marienweiher - jüngster Teilnehmer gerade mal ein Jahr alt

An der traditionellen Wallfahrt von Neukenroth zum vierzig Kilometer entfernten Marienweiher beteiligten sich 66 Wallfahrer, die musikalisch unterstützt wurden von 15 Aktiven des Musikvereins Neukenroth. Außerdem umrahmten acht Sänger des Volkstrachtenvereins Zechgemeinschaft Neukenroth den Gottesdienst in der Basilika. Jüngster Teilnehmer war der einjährige Elias. Allerdings hatte er es gegenüber den Erwachsenen etwas bequemer, denn er wurde von seiner Mama Regina Eigler per Huckepack nach Marienweiher befördert. Darüber hinaus sorgte zeitweise die 32-jährige Windheimerin – sie stammt aus der bekannten Musikerfamilie Neubauer – mit ihrer Klarinette für einen musikalischen Beitrag. Mutter und Sohn waren natürlich bei den Teilnehmern die Attraktion schlechthin.

jüngster Wallfahrer

Der hübsche Schnappschuss stammt vom Wallfahrer Gotthard Fug aus Stockheim, der – wie die anderen – von der Ausdauer der jungen Frau sichtlich beeindruckt war. 

Text: Gerd Fleischmann



Bericht vom 19.05.2017:
Im Mai an der Grotte

Für viele Frankenwälder ist der Mai nicht nur wegen der erwachenden Natur etwas Besonderes, sondern auch wegen der Maiandachten.

Am 15. Mai 2017 gestaltete der Ortsverband der KAB Neukenroth eine feierliche Maiandacht an der Mariengrotte bei der Pfarrkirche St. Katharina.

Bei schönem Wetter wurden vor der beleuchteten Mariengrotte unter der großen Linde Bänke für die Gläubigen aufgestellt.

Dieser Ort vermittelte eine besondere, besinnliche und zu Herzen gehende Atmosphäre, die jeder der vielen anwesenden Marienverehrer spürte.

In dankenswerter Weise wurde die Andacht vom Musikverein Neukenroth umrahmt.

Nach der Andacht verteilte die KAB bei einem kleinem Umtrunk anlässlich des Muttertags an alle Mütter eine rote Rose als Dankeschön. So klang dieser schöne Abend mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Alle Anwesenden – unter ihnen auch Pfarrer H.-M. Dinkel – waren sehr begeistert und erfreut über die Initiative der KAB Neukenroth.

Allseits wurde der Wunsch geäußert und die Hoffnung ausgesprochen, dass diese Maiandacht auch künftig beibehalten, und an diesem schönen Platz gefeiert wird.

KAB Neukenroth Maiandacht

Text und Bild: Pfarrer Dinkel


Bericht vom 22.03.2016:
Jubilarehrungen standen im Mittelpunkt des 79 Mitglieder starken KAB-Ortsverbandes Neukenroth bei der Hauptversammlung im Gasthaus Eidloth. KAB-Kreisvorsitzender Günter Romig zeichnete für 40-jährige Zugehörigkeit Agnes Wachter, Marga Böhm, Marga Eidloth, Anita Ebert, Resi Göppner, Kathi Hermann, Franziska Thoma, Anni Wich, Gregor Lorsbach, Karl Förtsch und Helmut Göppner aus. 

Bei seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht erinnerte Ulrich Bernschneider an unterschiedliche Aktivitäten. Als Höhepunkte nannte er die Wallfahrt nach Marienweiher mit 88 Personen -  ein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang der musikalischen Begleitung durch den Musikverein Neukenroth -  die Maiandacht, verbunden mit der Muttertagsfeier sowie die Beteiligung an der Friedenswallfahrten nach Neuengrün. Besucht worden sei die traditionelle Maikundgebung in Wallenfels. Auch habe das Familienfest im Pfarrzentrum großen Anklang gefunden, betonte der Vorsitzende. Unterstützt worden sei die Altkleidersammlung. Ebenfalls habe die KAB beim Jubiläum des örtlichen Theatervereins Flagge gezeigt. Schließlich habe man gemeinsam die Betstunde mit der KAB Haßlach abgehalten. 

Sehr aktiv waren die Senioren. Seniorenbeauftragter  Alois Wachter – er ist auch Ehrenvorsitzender – nannte unter anderem den Seniorenfasching in Haßlach, den Besinnungstag in Vierzehnheiligen, die Seniorentreffen in Neukenroth, Stockheim und Haßlach.  Ebenfalls erwähnte er die Seniorenfahrten nach Motschenbach, nach Retzbach zur dortigen Wallfahrtskirche sowie zum Zeiler Käppele.  Eingangs erwähnte Alois Wachter das gemeinsame Treffen der Neukenrother und Haßlacher. Zur Diskussion stand ein Zusammenschluss der beiden Seniorenkreise. Daraus könne sich, so Wachter, etwas sehr Positives entwickeln.

Ausführlich informierte Robert Gerstner über die finanzielle Entwicklung des Ortsverbandes, die er als sehr gut bezeichnete. „Wir haben hervorragend gewirtschaftet“. Die Revisoren Albert Rubel und Hans Strohmer bescheinigten eine vorbildliche Buchführung.

In seinem Ausblick erwähnte Ulrich Bernschneider die traditionelle Maikundgebung diesmal in Wilhelmsthal, die Wallfahrt nach Marienweiher (7. Mai), die Maiandacht mit Muttertagsfeier (11. Mai), das Familienfest an Fronleichnam. Ebenfalls werde man bei der Friedenswallfahrt in Neuengrün Flagge zeigen.      

Die KAB Neukenroth habe eine gute Arbeit geleistet sowie die Dorfgemeinschaft mit ihren Aktivitäten bereichert, stellten Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth sowie Präses Pfarrer Hans-Michael Dinkel anerkennend fest. Nach wie vor sei die KAB eine lebendige Gemeinschaft, die einen wichtigen gesellschaftspolitischen Auftrag ausübe. Pfarrer Dinkel sprach die Hoffnung aus, dass die KAB Neukenroth auch weiterhin die Botschaft von Jesus Christus in die Gesellschaft hinaustragen möge.

KAB-Kreisvorsitzender Günter Romig würdigte im Namen des Kreisverbandes die KAB Neukenroth. Insbesondere lobte er die Arbeit von Ulrich Bernschneider, der mittlerweile seit 18 Jahren den Ortsverband leite. Romig forderte vom Staat eine Verteilungsgerechtigkeit, denn ohne eine staatliche Ordnungspolitik sei der Markt zügellos und produziere soziale Spaltung. Mit der Ungleichheit der Einkommen manifestiere sich eine zunehmende Ungleichheit der Eigentumsverhältnisse. Letztlich münden die niedrigen Einkommen von heute in eine tiefere Verschuldung von morgen. Günter Romig: Deutschland hat ein erhebliches Gerechtigkeitsproblem. Denn Eigentum sei nicht nur eine bloße Anhäufung von Geld- und Sachwerten, sondern beinhalte auch gesellschaftliche Macht und Einflussnahme. Die großen Eigentümer, also die Geld- und Machteliten, nähmen unter dem Vorzeichen des neoliberalen Kapitalismus verstärkt Einfluss auf die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens und seien schließlich bedacht, ihre Vormachtstellung weiter zu zementieren.   

KAB Neukenroth

Ehrungen bei der KAB Neukenroth für 40-jährige Zugehörigkeit. Von links:  Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth, Kreisvorsitzender Günter Romig, Gregor Lorsbach, Agnes Wachter, Marga Böhm, Kathi Hermann, Präses Hans-Michael Dinkel, Franziska Thoma sowie Ortsvorsitzender Ulrich Bernschneider.

Text und Foto: Gerd Fleischmann

 

 

Bericht vom Mai 2013:
Die KAB-Großkundgebung der Kreisverbände Kronach-Hof und Lichtenfels-Coburg-Kulmbach, musikalisch umrahmt von der Bergmannskapelle Stockheim unter der Leitung von Hans Löffler,  stand am 1. Mai unter dem Motto „Gerechte Löhne - starker Sozialstaat – soziales Europa“. Gleich zwei hochkarätige Redner, und zwar Dr. Manfred Böhm, Leiter der Betriebsseelsorge im Erzbistum Bamberg sowie KAB-Bezirkspräses  Albert Müller, stellten die Forderung auf, dass der wirtschaftliche Aufschwung bei allen ankommen müsse. Ganz entschieden plädierten sie für gerechte Löhne.

In Deutschland gebe es ein gravierendes Verteilungsproblem – an Vermögen, an Einkommen, an Arbeit und damit an Lebenschancen für die Menschen, betonte Manfed Böhm. Die zunehmende soziale Spaltung in Arme und Reiche gefährde den sozialen Frieden und die gesellschaftliche Stabilität. Um die menschliche Würde für alle zu sichern, brauche es eine gerechtere Verteilung des Volksvermögens, es brauche eine breitere Verteilung der vorhandenen Arbeit und es brauche einen starken Sozialstaat. Dazu sei es wichtig, die Wohlhabenden und Reichen stärker als bisher zur Finanzierung des Gemeinwohls heranzuziehen. Dr. Manfred Böhm: „Von daher fordern wir als KAB die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 50 Prozent und die Wiedereinführung der privaten Vermögenssteuer.“

Die KAB setze auf ein Europa der sozialen Gerechtigkeit, ein Europa , das die soziale Spaltung zwischen den materiell Hochprivilegierten und den sozial Abgehängten nicht einfach hinnimmt. Dazu schlussfolgerte der Redner, dass nur eine gerechte Lastenverteilung ein stabiles Europa für alle schaffe. Vor allem dürfe die politische Souveränität nicht den Finanzmärkten und den von ihnen privilegierten Finanzeliten überlassen werden. Manfred Böhm: „Wir erwarten von der Politik, dass sie Europa aus der Geiselhaft der Finanzmärkte befreit. Ohne funktionierenden Sozialstaat droht uns eine Politik des Schweinetrogs: Die Sau mit dem größten Rüssel kriegt die größten Brocken.“

Scharf ging der Betriebsseelsorger mit der Politik ins Gericht, denn sie habe es zugelassen, dass die Reichen sich von der Finanzierung des Gemeinwohls seit Jahren immer mehr zurückgezogen haben. Hier liege der eigentliche Hund begraben. Denn die Politik spare bei den kleinen Leuten, senke das Rentenniveau, setze das Renteneintrittsalter hoch, habe Hartz IV eingeführt, weil sie Steuergeschenke an die Wohlhabenden dieser Gesellschaft weggegeben habe. Schließlich sei die Vermögenssteuer abgeschafft, die Erbschaftssteuer reduziert und der Spitzensteuersatz gesenkt worden. „Nicht wir leben über unsere Verhältnisse, die Reichen leben über unsere Verhältnisse“, schlussfolgerte Dr. Böhm unter großem Beifall. 

Abschließend stellte der Hauptredner deutlich heraus, dass es bei der Frage nach einem gerechten Lohn, nach einem starken Sozialstaat und nach einem sozialen Europa letztlich um den Schutz der menschlichen Würde gehe. Die menschliche Würde sei uns so unendlich wertvoll, dass sie niemals mit Geld aufgewogen werden könnte. „Damit widersprechen wir entschieden dem Glaubensbekenntnis des Kapitals, das den Wert, auch den menschlichen Wert, immer in Geld rechnet“.

 

KAB Neukenroth

Dr. Manfred Böhm, Leiter der Betriebsseelsorge im Erzbistum Bamberg, forderte ein gerechteres Europa.

 

KAB Neukenroth

Dr. Manfred Böhm (links) durfte sich über das Buchgeschenk „Glas aus dem Frankenwald“ freuen. Von rechts KAB-Kreisvorsitzender Günter Rommig, KAB-Kreisvorsitzende Gaby Zeuß sowie Ortsvorsitzender Uli Bernschneider.

 

 

Die Finanzkrise hat viele Lebensgrundlagen zerstört

Festgottesdienst: KAB-Diözesanpräses Albert Müller predigte

 

Zum Auftakt des traditionellen KAB-Arbeitnehmertreffens fand in der überfüllten Pfarrkirche St. Katharina ein Festgottesdienst statt, der von Bezirkspräses Albert Müller, Kreispräses Baptist Schaffer, Pater Waldemar und Diakon Herbert Mayer (Mainroth) zelebriert wurde. Kirchenmusiker Rainer Endres sorgte für die musikalische Umrahmung.

Der Bezirkspräses bedauerte, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werde – bei uns, in Europa und weltweit. Die KAB habe in ihrer über einhundertjährigen Geschichte stets die soziale Herausforderung angenommen und Antworten aus dem Geist des Evangeliums und der kirchlichen Sozialverkündigung gesucht. Die Antwort sei eindeutig, so der Geistliche, denn es gebe ein Recht auf menschenwürdige und gute Arbeit. Es gebe aber auch ein Recht auf einen Lohn, von dem Mann und Frau und Kinder leben können. Insbesondere habe die Finanzkrise viele Lebensgrundlagen zerstört, der arbeitsfreie Sonntag werde für Produktion und verkaufsoffene Sonntage missbraucht. „Es muss Schluss sein mit diesen Ordnungswidrigkeiten, denn wenn die Politik zu schwach ist, gegen Wirtschaft und Kapital gegenzusteuern, braucht es die KAB und die Gewerkschaften und Menschen gleicher Gesinnung, um auf die Mandatsträger einzuwirken.“Für ein Umsteuern zwischen Reichen und Armen, zwischen Kapital und Arbeit stehe die KAB. Es ist ihr Auftrag aus dem Evangelium Christi“, so der Diözesanpräses. „Entscheiden wir uns für den Weg der Solidarität. Wählen wir die soziale Gerechtigkeit. Damit Menschen aufatmen und sich ihres Lebens freuen können.“

Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Festzug der KAB-Ortsverbände mit ihren bunten Bannern unter Vorantritt des Bergmannskapelle Stockheim  zur Zecherhalle, die gut gefüllt war. Die Grüße der KAB Neukenroth überbrachte Uli Bernschneider, der insbesondere den Neukenrother „Zechern“ für die Gastfreundschaft in der Zecherhalle dankte.

Gaby Zeuß sowie Günter Romig vom KAB-Kreisvorstand hießen die vielen Ehrengäste willkommen. „Solidarität und Gerechtigkeit ist der Leitfaden unserer Bewegung. Dafür kämpfen wir als KAB seit Jahren an der Seite der beiden großen Kirchen, der Gewerkschaften und vieler befreundeter Verbände. Unsere Mai-Kundgebung soll hierfür ein Zeichen setzen“, so die Vorstandsmitglieder. Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch erinnerte in seinem Grußwort an die 400-jährige Bergbaugeschichte im Haßlachtal. Diese Zeit sei geprägt gewesen von ständiger Sorge um die soziale Sicherheit, die Furcht vor Krankheit, Unfall oder Tod unter Tage. „Es war ein täglicher Kampf um die Existenz der ganzen Familie“. In teilweise schweren Arbeitskämpfen erstritten sich die hiesigen Bergleute annähernd akzeptable Arbeitsbedingungen. Allerdings sei der Lohn der Arbeit stets bescheiden geblieben, so Rainer Detsch.

An der abschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Diözesansekretär Ralph Korschinsky beteiligten sich MdB Hans Michelbach, Landrat Oswald Marr, SPD-Kreisvorsitzender Ralf Pohl, Uwe Zipfel von den Freien Wählern (stellvertretender Kreisvorsitzender) sowie der Geschäftsführer vom Kronacher Job-Center, Stefan Löffler. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die soziale Gerechtigkeit aktueller denn je sei, denn man müsse sich mit aller Kraft für gerechtere Löhne einsetzen. Vor allem müsse die Wirtschaft den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Die Unterbindung von Lohndumping sowie die Reduzierung von Leiharbeit sei anzustreben. Im Hinblick auf den Fall „Uli Hoeneß“ wurde deutlich herausgestellt, dass Steuerhinterziehung asozial und ein Vergehen sei.

KAB Neukenroth

Den Festgottesdienst zelebrierten in der Pfarrkirche St. Katharina zu Neukenroth (von links) Diakon Herbert Mayer, Diözesanpräses Albert Müller, Kreispräses  Baptist Schaffer sowie Pater Waldemar.

 

KAB Neukenroth

Am Festzug zur Zecherhalle beteiligten sich in Neukenroth zahlreiche KAB-Ortsverbände mit ihren Fahnen.

Foto: Gerd Fleischmann

 

 

KAB Neukenroth

Bezirkspräses Albert Müller.

 

KAB Neukenroth

Bei der Podiumsdiskussion (von links): Uwe Zipfel, Stefan Löffler, Oswald Marr, Ralph Korschinsky, Hans Michelbach und Ralf Pohl.

Text und Fotos: Gerd Fleischmann