Meldung vom 22.08.2017
Arbeiten im Bereich der Eisenbahnüberführung über die Maxschachtstraße: Wettlauf mit der Zeit: Neues Brückenbauwerk in Stockheim im Rekordtempo am Sonntag ab 22 Uhr in Betrieb genommen

Die stark frequentierte Eisenbahnverbindung München-Berlin ist nach 120 Stunden Unterbrechung am Sonntag ab 22 Uhr planmäßig wieder in Betrieb genommen worden. Die arbeitstechnisch aufwendige Aktion glich einem Wettlauf mit der Zeit, der wieder einmal mit deutscher Gründlichkeit gewonnen werden konnte. Der Grund des außerplanmäßigen Streckenstillstandes: die Erneuerung des Brückenbauwerks aus dem Jahre 1904 im Bereich der Stockheimer Maxschachtstraße.

Nachdem am Donnerstagabend die vorgefertigte 1100 Tonnen schwere neue  Brückenkonstruktion – sie ist über zehn Meter breit - mittels hydraulischer Kräfte eingeschoben wurde, kam es dann am Freitag, Samstag und Sonntag zum baulichen Endspurt, der alles von den Bautrupps abverlangte, denn es galt schließlich den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Vor allem erforderte die Bahnkörperaufschüttung einen Tag- und Nachteinsatz, und dies bei einem  Gewitter mit heftigen Regenfällen! Die Zwischenlagerung des beachtlichen Materialbedarfs für die Auffüllung der Baugrube erfolgte auf dem Gelände der Stockheimer Firma ASS-Einrichtungssysteme im ehemaligen Bahnbereich. Und dies war für die Organisatoren aus logistischer Sicht ein Glücksfall. Zusätzlich wurde Altmaterial – teils aus der Zeit vor 1863 -  in unmittelbarer Nähe des Bahnkörpers auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischengelagert.

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag am Samstag bei der Wiederherstellung des Bahnkörpers. Und am Sonntag erfolgten dann Schotterung und Schienenverlegung. Dazu waren vor allem ein Zweiwegebagger – er kann auf dem Gelände oder auf der Schiene fahren – die Gleisstopfmaschine – übrigens ein Wunderwerk der Technik – sowie der Schotterpflug erforderlich. Gegen 16 Uhr begannen Fachkräfte die aufgetrennten Schienen wieder zu verschweißen. Gegen 22 Uhr war dann großes Aufatmen bei den Verantwortlichen angesagt, als die Bahnlinie wieder freigeschaltet werden konnte.

Damit ist der Stockheimer Bau der Eisenbahnüberführung noch lange nicht beendet, denn es müssen noch einige 1000 Kubikmeter Erdreich, Steinmaterial sowie T-Träger abtransportiert werden. Krönender Abschluss ist dann der Straßenausbau. Die Verkehrsfreigabe kann sich bis Mitte Oktober hinziehen, so die Einschätzung der Fachleute.

 Eisenbahnunterführung Maxschachtstraße

Freitag, 18. August: Die 1100 Tonnen schwere vorgefertigte Brückenkonstruktion muss nun im Nord- und Südbereich wieder mit Spezialmaterial aufgefüllt werden.

 Straßenunterführung Maxschachtstraße

Samstag, 19. August: Beachtliche Aktivitäten sind bei der Wiederherstellung des Bahnkörpers angesagt.

 Straßenunterführung Maxschachtstraße

Sonntag, 20. August: Gleisstopfmaschine, Zweiwegebagger und Schotterpflug sind im Einsatz. Dann nehmen ab 16 Uhr Spezialisten Schweißarbeiten an den Schienen vor. Ab 22 Uhr konnten dann nach einer Pause von 120 Stunden die Züge wieder durch Stockheim fahren.

Text und Fotos: Gerd Fleischmann

  




Sehr geehrte Damen und Herren,
 

hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass es in der Zeit vom Februar 2017 bis September 2017 im Bereich der Eisenbahnüberführung über die Maxschachtstraße durchgehend zu Lärm- und Schmutzbelästigungen durch die Erneuerung des Bauwerks kommen wird. Geringfügige Restarbeiten, u. a. die Wiederherstellung der Maxschachtstraße werden im Herbst/Winter 2017/2018 durchgeführt.

Folgende Arbeiten werden ausgeführt:

- Baufeldfreimachung und Erstellen der Baugrube

- Herstellen des neuen Brückenbauwerks westlich der bestehenden Eisenbahnüberführung

- Rückbau der bestehenden Brücke und Einschub des neuen Bauwerks 

Zum Einsatz kommen u.a. Bagger (mit Abbruchmeißel), LKWs zum Transport der Baustoffe und Rüttelplatten zum Verdichten des Bodens. 

Damit der Zugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, können (Teile) dieser Arbeiten nur in den nächtlichen Zugpausen durchgeführt werden. 

Wir sind bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Beeinträchtigungen und Veränderungen im Bauablauf nicht gänzlich ausschließen. Dafür bitten wir um Entschuldigung.

Eine Genehmigung für diese Arbeiten wurde durch das Landratsamt Kronach erteilt.

Als Ansprechpartner zu diesen Bauarbeiten steht Ihnen der Projektleiter Herr Tino Beyer unter Telefon 0911/219-49554 zur Verfügung. Für Lärmfragen können Sie sich jederzeit an Herrn Dr. Höhne-Mönch unter Telefon 0931/49708-333 wenden.

Ihre Deutsche Bahn

Nürnberg, 30. Januar 2017