Meldung vom 18.04.2017 00:00:00
Schützenverein Burggrub 50 Jahre alt: Das gesellschaftliche Leben in Burggrub wesentlich mitgeprägt

Einer der aktivsten Vereine Burggrubs, der Schützenverein, kann in diesen Tagen auf sein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Grund genug, dieses Jubiläum in würdiger Weise zu begehen. Tatkräftige Persönlichkeiten haben das Vereinsschiff sicher durch die Stürme der Zeit gelenkt. Das örtliche Vereinsleben wäre ohne die Schützen kaum mehr vorstellbar. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Rainer Detsch übernommen. Aufgrund seiner Aktivitäten findet Burggrub im Schützengau Oberfranken-Nord ebenfalls viel Anerkennung.

Die Verantwortlichen haben ein Jubiläumsprogramm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann. Der Auftakt erfolgt bereits am Samstag, 22. April, im Schützenhaus ab 19 Uhr mit einem Festkommers. Das eigentliche Schützenfest findet vom Freitag, 2. Juni, bis Pfingstmontag, 5. Juni statt. Einer der Höhepunkte wird dann der Festzug am Pfingstsonntag sein. Zum Jubiläum hat Wolfgang Rosenbauer eine 56 Seiten starke, reich bebilderte Festschrift konzipiert.

Entscheidend geprägt haben in den fünf Jahrzehnten das Vereinsgeschehen Herbert Schmitt und Reinhard Müller. Erstaunlich die Entwicklung! Aus 18 Gründungsmitgliedern ist eine Gemeinschaft von 167 Anhängern geworden. Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender und  Oberschützenmeister Uwe Günther, zweiter Vorsitzender und 1. Schützenmeister Alexander Ehrsam, 2. Schützenmeister Rüdiger Köhler, 3. Schützenmeister Reinhard Müller, Schatzmeisterin Irene Ehrsam, stellvertretender Schatzmeister Georg Kiendl, Schriftführer Wolfgang Rosenbauer, 1. Jungschützenmeister Reiner Rosenbauer, 2. Jungschützenmeister Hans-Willi Geiger, Vereinswart Herbert Bischoff, Ausschussmitglieder Stefan Becker, Petra Brauer und Thomas Ledig, Kassenprüfer Klaus-Peter Wicklein und Reinhard Kalb, Ehrenoberschützenmeister Herbert Schmitt.

Das fünfzigjährige Vereinsgeschehen ist geprägt von einem steten Aufwärtstrend. Begonnen hatte alles mit einem Stammtisch am 22. April 1967 im Gasthaus „Weißes Roß“. Jemand hatte die Idee, den in den 30er-Jahren bestandenen Schützenverein wieder aufleben zu lassen. Bereits am 3. Mai 1967 kam es zur Gründungsversammlung. Klaus-Peter Wicklein übernahm als erster Schützenmeister und zugleich als Vorsitzender die Verantwortung. Ein Jahr später kam es zu einer Ämteraufteilung. Klaus-Peter Wicklein blieb 1. Schützenmeister, Herbert Schmitt übernahm den Vereinsvorsitz. Das Vereinslokal blieb dann einige Jahre das „Weiße Roß“. Geschossen wurde im alten Saal. Drei Seilzug-Scheibenanlagen und zwei Luftgewehre kamen als Spenden. 1968 waren es schon zehn Stände und das Eröffnungsschießen gewann Reiner Rosenbauer, die folgende erste Vereinsmeisterschaft 1968 gewannen Werner Drechsler und Jürgen Langguth. Bereits 1969 nahm Burggrub an den Rundenwettkämpfen teil. Voller Einsatzfreude planten die Mitglieder Pfingsten 1969 das erste Schützenfest. Bereits 1970 konnte dann eine Fahne eingeweiht werden. Die ersten Fahnenträger waren Harald Wöhner, Luzian Witt und Hans-Ulrich Stark.

In den folgenden Jahren profitierten die Schützen vom Zustrom der Jugend. 1972 schaffte man den Aufstieg bei den Rundenwettkämpfen in die -A-Klasse. Damals zählte man bereits 120 Mitglieder. 1973 übernahm Reinhard Müller das Schützenmeisteramt. 1977 wurde im Gasthaus Höring der Bau eines Schützenhauses beschlossen. Die Ära „Weißes Roß“ war beendet und man verlegte das Vereinsgeschehen als Gast in das Schützenhaus des Patenvereins Stockheim. 1981 konnte dann das neue Domizil dank enormer freiwilliger Arbeiten eingeweiht werden. Die Baukosten einschließlich Eigenleistungswert betrugen beträchtliche 640 000 Mark. Nun konnte auf zehn Ständen Luftgewehr und auf vier Ständen Kleinkaliber geschossen werden. Ebenfalls bildete sich eine Frauengruppe.

1993 war das Jahr des Schützenkaisers. Herbert Schmitt hatte zum dritten Mal den besten Schuss abgegeben, einen 20-Teiler! Inzwischen hat der Verein vier Kaiser und zwei Jungschützenkaiser bzw. Kaiserin. Ab 2008 kam es dann zu beachtlichen sportlichen Erfolgen. Lothar Kalla hatte die Trainerlizenz erhalten. Bei den Rundenwettkämpfen erreichte im Jahre 2009 die „Erste“ den Aufstieg in die Bezirksliga. Die zweite Mannschaft schoss in der Gauklasse und wurde Zweiter, die dritte Mannschaft stieg in die B-Klasse auf. Mit Johanna und Katharina Brauer, Jennifer Schunk, Alexander Ehrsam, Michael Morand und Michael Ehrsam erreichte man 2011 in der Bezirksoberliga und Oberfrankenliga hervorragende Ergebnisse. Katharina Brauer wurde 2009 bayerische Meisterin in der LG-Jugendklasse. Ihre Schwester nahm an der Deutschen Meisterschaft teil. Die besonderen Erfolge: Dirk Kreul war 2009, dann Kevin Wolf 2013 Gaujugendschützenkönig, Andreas Günther 2006 sogar  Bezirksjugendschützenkönig.

In den nächsten Wochen steht Burggrub nun ganz im Zeichen des 50. Geburtstags. Sicherlich ein weiterer Meilenstein in einer bewegten Vereinsgeschichte, die bis heute geprägt wurde von vielen Idealisten.

 

 Schützen Burggrub

Das schmucke Schützenhaus wurde 1981 eingeweiht. Die Mitglieder leisteten dafür 13 000 freiwillige Stunden.

 

 Schützen Burggrub

Erster großer Höhepunkt war die Fahnenweihe 1970. Als Fahnenträger fungierten Harald Wöhner, Luzian Witt und Hans-Ulrich Stark.

 

Schützen Burggrub

Die Vorstandschaft des Schützenvereins Burggrub im Jubiläumsjahr 2017 mit dem Schirmherrn Bürgermeister Rainer Detsch.

Text, Fotos und R
epro: Gerd Fleischmann