Meldung vom 28.04.2017 00:00:00
Schützenverein Burggrub 50 Jahre alt: Das gesellschaftliche Leben in Burggrub wesentlich mitgeprägt

Mit einem Festkommers im Schützenhaus nahmen die Jubiläumsfeierlichkeiten des Schützenvereins Burggrub, der in diesen Tagen auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rainer Detsch einen würdigen Auftakt. Die Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Auszeichnungen verdienter Schützen bildeten den Höhepunkt. Alleinunterhalter Berndt Schmidt umrahmte mit seiner Hammondorgel stimmungsvoll den Ehrungsabend. Vom 2. bis 5. Juni findet dann das Schützenfest mit einem Jubiläumsfestzug statt.

Viel Anerkennung gab es für Schriftführer Wolfgang Rosenbauer, der eine informative und farbenfrohe Festschrift zum Jubiläum gestaltete und dafür viel Zeit investiert hat. 1. Schützenmeister Alexander Ehrsam trug die an Höhepunkten reich gesegnete Vereinsgeschichte vor. Oberschützenmeister Uwe Günther nahm den sehr gut besuchten Festkommers nach dem würdigen Totengedenken zum Anlass, den Gründern für ihren Mut sowie den Funktionären für ihr Engagement zu danken.“50 Jahre Schützenverein Burggrub bedeuten Gemeinsamkeit und Zusammenhalt, Freude und Entspannung, Erfolg, aber auch manchmal Enttäuschung sowie Mut und Hoffnung für die Zukunft.“ Schließlich ernannte Uwe Günther die Gründer Hans Willi Geiger, Reinhard Kirmes, Hans Mayer, Reiner Rosenbauer, Herford Schneider, Hans Peter Weber und Klaus Peter Wicklein zu Ehrenmitgliedern.

Hohe Auszeichnungen gab es außerdem durch 1. Gauschützenmeister Klaus Jentsch, der zusammen mit 3. Schützenmeister Reinhard Müller für besondere Verdienste das große Ehrenzeichen in Gold des Schützenbezirkes Oberfranken an Alexander Ehrsam und Wolfgang Rosenbauer sowie die große Ehrennadel in Gold an Rüdiger Köhler und Uwe Günther überreichte. Müller dankte vor allem Uwe Günther für seine zeitraubenden Vorarbeiten zum Fest.  Den ersten Jubiläumsteller des Schützengaues durften Vorsitzender Uwe Günther und sein Stellvertreter Alexander Ehrsam in Empfang nehmen.   

Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Rainer Detsch in seiner Eigenschaft als Schirmherr. So habe sich der Schützenverein aus kleinsten Anfängen heraus außerordentlich positiv entwickelt und sei damit zu einem ganz wesentlichen Aktivposten in der Dorfgemeinschaft geworden. Das Schützenwesen habe eine lange Tradition und sei untrennbar mit dem kulturellen Leben verbunden. Dies gelte vor allem auch für den Jubiläumsverein, der mit seinem sportlichen Angebot gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schießsport geschaffen habe. Viel Wert sei vor allem auf die Nachwuchsarbeit und auf eine qualifizierte Betreuung der Jugend gelegt worden. Rainer Detsch nannte das Ehrenamt als die Energiereserve der Gesellschaft. Das Ehrenamt, wie es auch bei den Schützen in Burggrub praktiziert werde, wirke sich nicht nur auf das Wohlbefinden des Einzelnen aus, sondern auch auf die Stabilität und Entwicklung der Gesellschaft insgesamt. 

Wie Landrat Klaus Löffler ausführte, werde mit diesem Jubiläum Zusammengehörigkeit, aber auch Tradition demonstriert, die sich über Generationen hinweg mit dem Schießsport verbunden fühlen. Es zeige aber auch, dass in dieser Gemeinschaft heute noch Werte wie Kameradschaft, Fairness, Zusammengehörigkeit, nicht zuletzt aber auch Heimattreue gepflegt werden.

Die Glückwünsche des Schützengaues Oberfranken Nord mit seinen 67 Vereinen überbrachte 1. Gauschützenmeister Klaus Jentsch aus Rödental. Er dankte den Burggrüber Schützen für ihr vorbildliches Engagement und wünschte ihnen ein weiteres Wachsen und Gedeihen. Pfarrer Michael Foltin gratulierte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde. „Mit vortrefflicher Treffsicherheit wollen wir das erreichen, was dem Mitmenschen hilft, das Verbesserungen erzielt und den Gemeinschaftsgeist voranbringt“, so Foltin. Vorsitzender Frank Oberkofler vom Stockheimer Patenverein dankte für das freundschaftliche Miteinander seit der Fahnenweihe im Jahre 1970. Die Glückwünsche der 14 Ortsvereine übermittelte Wolfgang Dietrich.   

Treue Schützen geehrt

Burggrub – im Rahmen des Festkommerses wurden beim Schützenverein Burggrub aktive und passive Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes durch 1. Gauschützenmeister Klaus Jentsch ausgezeichnet:

25 Jahre: Michael Förster; 40 Jahre: Christine Geiger, Hilde Hörnig, Helga Kalb, Jörg Kalb, Ingrid Langguth, Heike Reier, Anita Rosenbauer, Karin Rosenbauer, Hartwig Schmitt, Roswitha Wicklein; 50 Jahre: Jürgen Langguth, Hans Mayer, Reiner Rosenbauer, Wolfgang Rosenbauer, Herbert Schmitt, Herford Schneider, Hans Peter Weber, Klaus Peter Wicklein, Helmut Popp, Irene Ehrsam, Herbert Bischoff, Hans Willi Geiger, Reinhard Kirmes und Harald Köhler.  

 Schützenverein Burggrub

Das große Ehrenzeichen sowie die große Ehrennadel in Gold des Bezirks Oberfranken erhielten durch 1. Gauschützenmeister Klaus Jentsch (rechts) und durch 3. Schützenmeister Reinhard Müller (links) Uwe Günther, Rüdiger Köhler, Wolfgang Rosenbauer und Alexander Ehrsam.

Schützenverein Burggrub

Ehrenmitglieder und Ehrengäste mit dem Schirmherrn Bürgermeister Rainer Detsch (hintere Reihe, Vierter von rechts) sowie Landrat Klaus Löffler, Pfarrer Michael Foltin, Vorsitzender Frank Oberkofler (Stockheim) sowie 1. Gauschützenmeister Klaus Jentsch.

 Schützenverein Burggrub

Groß war die Zahl der Jubilare, die fünfzig Jahre dem Schützenverein Burggrub die Treue gehalten haben.

 Schützenverein Burggrub

Sie traten vor vierzig Jahren dem Schützenverein Burggrub bei und erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes.

 Schützenverein Burggrub

Große Freude beim Festkommers des Schützenvereins Burggrub, der 50 Jahre alt wurde. Der erste Ehrenteller des Schützengaues ging nach Burggrub. Von links: Gauschützenmeister Klaus Jentsch, 1. Schützenmeister Alexander Ehrsam sowie Oberschützenmeister Uwe Günther.     

Text und Bilder: Gerd Fleischmann


Bericht vom 18.04.2017:
Einer der aktivsten Vereine Burggrubs, der Schützenverein, kann in diesen Tagen auf sein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Grund genug, dieses Jubiläum in würdiger Weise zu begehen. Tatkräftige Persönlichkeiten haben das Vereinsschiff sicher durch die Stürme der Zeit gelenkt. Das örtliche Vereinsleben wäre ohne die Schützen kaum mehr vorstellbar. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Rainer Detsch übernommen. Aufgrund seiner Aktivitäten findet Burggrub im Schützengau Oberfranken-Nord ebenfalls viel Anerkennung.

Die Verantwortlichen haben ein Jubiläumsprogramm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann. Der Auftakt erfolgt bereits am Samstag, 22. April, im Schützenhaus ab 19 Uhr mit einem Festkommers. Das eigentliche Schützenfest findet vom Freitag, 2. Juni, bis Pfingstmontag, 5. Juni statt. Einer der Höhepunkte wird dann der Festzug am Pfingstsonntag sein. Zum Jubiläum hat Wolfgang Rosenbauer eine 56 Seiten starke, reich bebilderte Festschrift konzipiert.

Entscheidend geprägt haben in den fünf Jahrzehnten das Vereinsgeschehen Herbert Schmitt und Reinhard Müller. Erstaunlich die Entwicklung! Aus 18 Gründungsmitgliedern ist eine Gemeinschaft von 167 Anhängern geworden. Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender und  Oberschützenmeister Uwe Günther, zweiter Vorsitzender und 1. Schützenmeister Alexander Ehrsam, 2. Schützenmeister Rüdiger Köhler, 3. Schützenmeister Reinhard Müller, Schatzmeisterin Irene Ehrsam, stellvertretender Schatzmeister Georg Kiendl, Schriftführer Wolfgang Rosenbauer, 1. Jungschützenmeister Reiner Rosenbauer, 2. Jungschützenmeister Hans-Willi Geiger, Vereinswart Herbert Bischoff, Ausschussmitglieder Stefan Becker, Petra Brauer und Thomas Ledig, Kassenprüfer Klaus-Peter Wicklein und Reinhard Kalb, Ehrenoberschützenmeister Herbert Schmitt.

Das fünfzigjährige Vereinsgeschehen ist geprägt von einem steten Aufwärtstrend. Begonnen hatte alles mit einem Stammtisch am 22. April 1967 im Gasthaus „Weißes Roß“. Jemand hatte die Idee, den in den 30er-Jahren bestandenen Schützenverein wieder aufleben zu lassen. Bereits am 3. Mai 1967 kam es zur Gründungsversammlung. Klaus-Peter Wicklein übernahm als erster Schützenmeister und zugleich als Vorsitzender die Verantwortung. Ein Jahr später kam es zu einer Ämteraufteilung. Klaus-Peter Wicklein blieb 1. Schützenmeister, Herbert Schmitt übernahm den Vereinsvorsitz. Das Vereinslokal blieb dann einige Jahre das „Weiße Roß“. Geschossen wurde im alten Saal. Drei Seilzug-Scheibenanlagen und zwei Luftgewehre kamen als Spenden. 1968 waren es schon zehn Stände und das Eröffnungsschießen gewann Reiner Rosenbauer, die folgende erste Vereinsmeisterschaft 1968 gewannen Werner Drechsler und Jürgen Langguth. Bereits 1969 nahm Burggrub an den Rundenwettkämpfen teil. Voller Einsatzfreude planten die Mitglieder Pfingsten 1969 das erste Schützenfest. Bereits 1970 konnte dann eine Fahne eingeweiht werden. Die ersten Fahnenträger waren Harald Wöhner, Luzian Witt und Hans-Ulrich Stark.

In den folgenden Jahren profitierten die Schützen vom Zustrom der Jugend. 1972 schaffte man den Aufstieg bei den Rundenwettkämpfen in die -A-Klasse. Damals zählte man bereits 120 Mitglieder. 1973 übernahm Reinhard Müller das Schützenmeisteramt. 1977 wurde im Gasthaus Höring der Bau eines Schützenhauses beschlossen. Die Ära „Weißes Roß“ war beendet und man verlegte das Vereinsgeschehen als Gast in das Schützenhaus des Patenvereins Stockheim. 1981 konnte dann das neue Domizil dank enormer freiwilliger Arbeiten eingeweiht werden. Die Baukosten einschließlich Eigenleistungswert betrugen beträchtliche 640 000 Mark. Nun konnte auf zehn Ständen Luftgewehr und auf vier Ständen Kleinkaliber geschossen werden. Ebenfalls bildete sich eine Frauengruppe.

1993 war das Jahr des Schützenkaisers. Herbert Schmitt hatte zum dritten Mal den besten Schuss abgegeben, einen 20-Teiler! Inzwischen hat der Verein vier Kaiser und zwei Jungschützenkaiser bzw. Kaiserin. Ab 2008 kam es dann zu beachtlichen sportlichen Erfolgen. Lothar Kalla hatte die Trainerlizenz erhalten. Bei den Rundenwettkämpfen erreichte im Jahre 2009 die „Erste“ den Aufstieg in die Bezirksliga. Die zweite Mannschaft schoss in der Gauklasse und wurde Zweiter, die dritte Mannschaft stieg in die B-Klasse auf. Mit Johanna und Katharina Brauer, Jennifer Schunk, Alexander Ehrsam, Michael Morand und Michael Ehrsam erreichte man 2011 in der Bezirksoberliga und Oberfrankenliga hervorragende Ergebnisse. Katharina Brauer wurde 2009 bayerische Meisterin in der LG-Jugendklasse. Ihre Schwester nahm an der Deutschen Meisterschaft teil. Die besonderen Erfolge: Dirk Kreul war 2009, dann Kevin Wolf 2013 Gaujugendschützenkönig, Andreas Günther 2006 sogar  Bezirksjugendschützenkönig.

In den nächsten Wochen steht Burggrub nun ganz im Zeichen des 50. Geburtstags. Sicherlich ein weiterer Meilenstein in einer bewegten Vereinsgeschichte, die bis heute geprägt wurde von vielen Idealisten.

 

 Schützen Burggrub

 

Das schmucke Schützenhaus wurde 1981 eingeweiht. Die Mitglieder leisteten dafür 13 000 freiwillige Stunden.

 

 Schützen Burggrub

 

Erster großer Höhepunkt war die Fahnenweihe 1970. Als Fahnenträger fungierten Harald Wöhner, Luzian Witt und Hans-Ulrich Stark.

 

 

Schützen Burggrub

Die Vorstandschaft des Schützenvereins Burggrub im Jubiläumsjahr 2017 mit dem Schirmherrn Bürgermeister Rainer Detsch.

Text, Fotos und R
epro: Gerd Fleischmann